Barbara Baumann

Zeitlos

Zeitlos ist der Titel einer Arbeit von Barbara Baumann (*1961), die zusammen mit einer ähnlichen Arbeit der Künstlerin Christine Nicolay, das Ergebnis eines vierzehntägigen Workshops darstellt, der anlässlich der Heilig-Rock-Tage im Jahr 2000 stattfand. Die sich nach oben hin verjüngende Skulptur aus Sandstein weist eine schmale Öffnung auf, die sich vom Boden aus über mehr als die Hälfte des Objekts erstreckt. Sie wird von einer Art Eisengitter verschlossen, das an ein großes Insekt mit vielen Beinen erinnert. In der Öffnung befinden sich Holztafeln, die mit Wünschen, Fragen und Erkenntnissen zum Thema »Eine bessere Welt im 21. Jahrhundert« beschriftet oder bemalt wurden.

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Barbara Baumann, Zeitlos, 2000, Sandstein und Eisen, 106 x 300 x 100 cm, Hinterhof der Privaten Kath. Fachschule für Sozialwesen, Trier

Die Künstlerin Barbara Baumann (*1961) schuf, ebenso wie Christine Nicolay (*1957), eine Skulptur mit dem Titel Zeitlos. Beide Arbeiten sind das Ergebnis eines vierzehntägigen Workshops, der im Jahr 2000, während der Heilig-Rock-Tage, auf dem Domfreihof stattfand.

Die Jahrtausendwende bot den Anlass, allgemeingültige und somit zeitlose Fragen und Aussagen zu formulieren, die in ein, die Zeit überdauerndes Material, geschützt eingelagert werden sollten. Dazu wurden Besucher des Workshops aufgefordert, ihre Gedanken und Wünsche für eine bessere Welt im neuen Jahrtausend, sowie Fragen oder Erkenntnisse zu diesem Thema, künstlerisch auf kleinen Holztafeln auszudrücken. Diese Holztafeln wurden dann in die Öffnungen der beiden Sandsteinskulpturen gelegt, wo sie durch die Eisentüren gesichert sind. Heute stehen die beiden Skulpturen im Generalvikariat hinter dem Dom und überdauern dort die Zeit. Dabei sind sie laut Nicolay so angeordnet, dass der Betrachter, zwischen ihnen stehend, mit beiden Steinen in einen Dialog treten kann.

Barbara Baumann setzt sich in ihren Arbeiten immer wieder mit verschiedenen Begrifflichkeiten, ihren Bedeutungen und Konnotationen auseinander, indem sie durch Umdeutungen der Begriffe, Vorurteile und Klischees unserer Gesellschaft aufdeckt. In einer Ausstellung im Koenraad-Bosman-Museum in Rees im Jahr 2003, inszenierte Baumann Insekten, Spinnentiere und andere von uns abschätzig als »Ungeziefer« bezeichnete Krabbeltiere in völlig neuen Kontexten. Der Titel der Ausstellung lautete Geziefer und erinnerte an all die, in zahlreichen Objektinstallationen und Holzschnitten präsentierten Geschöpfe.

Kunstobjekte in der Nähe

Zeitlos

  • Bischof-Stein-Platz
  • 54290 Trier
  • Hinter dem Dom, Bischöfliches Generalvikariat

Referenzen

Website der Künstlerin: www.barbarabaumann.de

Beaujean-Adam, Suzanne: »Kunst im öffentlichen Raum – eine Kunst für alle«, in: Einblicke in Schule und Ausbildung 2010/2011. St. Helena Schule Trier, Trier 2011.

Nicolay, Christine: »Kunst im öffentlichen Raum«, unter: www.christine-nicolay.de (abgerufen am: 01.10.2015).

AT/JE