BBK Rheinland-Pfalz im Bundesverband GB-Kunst Trier e.V.

Thomas Föhr

Bildhauer
* 1951 in Trier

Der Bildhauer Thomas Föhr wurde 1951 in Trier geboren. Der Blick für Relationen und die Liebe zum Stein wurden Thomas Föhr in die Wiege gelegt. Großvater Vitus Föhr gründete als akademischer Bildhauer 1906 eine eigene Werkstatt, die von Vater Klaus Föhr weitergeführt wurde. So wurde Thomas Föhr schon in jungen Jahren, eher spielerisch an die Arbeit des Steinmetz und Bildhauers herangeführt. Da die Mutter ein Mode-Atelier betrieb, waren Föhr Schnittmuster und Formenbau ebenso vertraut, wie der Umgang mit Hammer und Meißel. Künstlerische Gestaltung und handwerkliche Sorgfalt bildeten eine selbstverständliche Einheit.

Als sein Vater 1964 gestorben war, unternahm Thomas Föhr erste künstlerische Gehversuche in der verwaisten Werkstatt. Kleine Arbeiten in Gips und Bleigüsse entstanden. 1968 drängte es ihn in die Kunstszene. An der Düsseldorfer Akademie sammelte er Erfahrungen in »Denkerklasssen« und experimentierfreudigen Seminaren, fand das Gesuchte aber erst außerhalb der Akademie bei den Düsseldorfer Jungmeistern, wo er nach eigenem Bekunden handwerkliche und bildhauerische Fähigkeiten so erlernte, wie er es sich vorstellte. Wanderjahre führten ihn nach einer Bildhauerlehre bei Josef Müller in Düsseldorf über die FH Rheinland-Pfalz Grafik und verschiedene Bildhauerwerkstätten zur Meisterschule in München und endeten schließlich 1979 im väterlichen Atelier, wo er eine eigene Steinwerkstatt aufzubauen begann.

Föhr erhielt den Kunstförderpreis des Landes Rheinland-Pfalz, konnte aufgrund eines Unesco-Stipendiums in Venedig arbeiten und beteilgte sich an verschiedenen Gruppenausstellungen. Es folgten ein Lehrauftrag an der FH Trier und diverse Wettbewerbsgewinne im Bereich »Kunst am Bau«. Große Arbeiten entstanden sowohl im kirchlichen als auch im profanen Bereich. Altarzonen-Gestaltungen gehören ebenso dazu, wie die bildhauerische Gestaltung von Klinik-Außenanlagen oder Großplastiken an verschiedenen öffentlichen Gebäuden.

Seit 1986 steht ihm Ehefrau und Steinmetzmeisterin Renate Diederichs auch bei der Ausführung großer Aufträge zur Seite. Trotz der Einbindung in zahlreiche öffentliche Kunstvergaben ist Thomas Föhr einer, der die »Szene« nicht als seine Bühne betrachtet. Seine Liebe zur Natur sitzt tief. Im Sommer 2001 beteiligte er sich am Symposium »Steine am Fluss«. Zehn Bildhauer schufen 16 Skulpturen entlang der Obermosel. Föhr meißelte bei Wincheringen seine Kulturstruktur in einen Sandsteinblock.

Kunst am Bau, Arbeiten im öffentlichen Raum, Auswahl:

Drei Elemente, Amt für Wehrgeophysik, Traben-Trarbach;
Bücherturm, Hauptschule Koblenz-Metternich;
Rummel, Rübe, Birne, Keime Turnhalle, Trier;
Kugelsonnenuhr, Gymnasium Hermeskeil;
Stele, LZ-Bank Kaiserslautern;
Stele, Hauptzollamt Koblenz, Außenstelle Trier;
Trinkwasserbrunnen, Brüderkrankenhaus Trier;
Hermenbrunnen, Welschbillig

Kunstobjekte des Künstlers

Referenzen

Website der GB-Kunst Trier e.V.: www.gb-kunst.de

Kullick, Elmar: Der den Stein zum Klingen bringt, in: Trierischer Volksfreund (21.08.2003), unter: www.volksfreund.de, (abgerufen am: 15.02.2015).

Thomas Föhr, in: Berufsverband bildender Künstlerinnen u. Künstler Rheinland-Pfalz im Bundesverband e.V., unter: www.bbkrlp.de, (abgerufen am: 21.06.2015).

Thomas Föhr, in: Offizielle Internetseite der Stadt und Verbandsgemeinde Konz, unter: www.konz.eu, (abgerufen am: 21.06.2015).